04. Juli 2013, von Anne

Alperwachen

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

 

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, warum die Alp Hintere Rotmatt aus dem Muotathal so lange nichts von sich hören lässt. Seit dem Willkommensgruss im Mai (!) habe ich keine weitere Alpgeschichte erzählt und nun haben wir Anfang Juli…Warum diese lange Pause? Bis Ende Juni besuchte ich die Bäuerinnenschule in Pfäffikon und der Start in Alpsaison fiel leider mit der Prüfungsphase zusammen…

 

Letzter Schnee auf der Bucke (Güllegrube)

Liegt die Rotmatt denn noch im Winterschlaf? Nein, schon seit einigen Wochen nicht mehr. Auch wir waren vom langen schneereichen Winter betroffen und konnten erst eine Woche später als üblich, am 8. Juni auffahren. Bei sonnigem Wetter zügelten wir mit 27 Kühen, 8 Rindern und dem Hund nach oben. Der Fussmarsch vom Tal auf die Alp dauerte etwa zweieinhalb Stunden. 3 Kälber, der Stier, der Kater und 30 Schweine folgten später per Wagen.

 

Nun leben wir die vierte Woche oben und so langsam kehrt der Alltag ein. Die Kühe weiden inzwischen auf der vierten Parzelle und geben bisher gut Milch – das Kessi ist schön voll und der Keller beginnt sich mit neuen Käselaiben zu füllen.

Seit anderthalb Wochen bin ich auch wieder voll dabei und geniesse jeden Tag – nach Wochen des Lernens, der Bücher, des Inputs bin ich einfach nur froh, dass machen zu können, was ich am liebsten mache – Käsen. Die wichtigsten Handgriffe sitzen noch, Anderes kann aus der Erinnerung reaktiviert werden, Manches wird nochmal nachgelesen…

Bei meiner Lieblingsarbeit - Käseausziehen

 

In den nächsten Wochen werde ich dann fleissiger schreiben – die neue Alpsaison hat ja grade erst begonnen und der Stoff für Alpgeschichten ist in Hülle und Fülle vorhanden.

 

Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende

 

Herzliche Grüsse

 

Anne

 

Kategorien: Blog Hintere Rotmatt | 4 Kommentare

Kommentare (4)

  1. Hallo Anne,
    wir freuen uns schon wieder auf deine neuen Alpgeschichten und wünschen Markus und dir eine gute und und käsereiche Alpzeit,
    Lieben Gruß aus Karlsruhe,

  2. Liebe Anne,
    schön ein Lebenszeichen von Dir zu sehen und zu lesen. Aber die Zeit vergeht so schnell! Was macht der kleine Alpgarten, konntest Du mit dem Zaun die Schnecken abwehren? Sind die Walderdbeeren schon reif? Wie geht es Euch und den Tieren, alles gesund?
    Liebe Grüße an Markus und weiterhin eine Schöne Zeit auf der Alp mit vielen guten Ausblicken und Gedanken.
    Herzlichste Grüße aus Brandenburg

  3. Liebe Anke, herzlichen Dank für Eure guten Wünsche – Käse gibt es schon eine rechte Menge im Keller, er wartet auf euch… Ich wünsche Euch eine gute Sommerzeit und freue mich darauf, von Dir zu hören.
    Herzliche Grüsse von Anne

  4. Liebe Rose, herzlichen Dank für Deine Grüsse. Uns und den Tieren geht es gut – alles nimmt seinen üblichen Lauf. Der Garten entwickelt sich recht gut, die Wärme hat den Pflanzen gut getan und der Zaun hält die Schnecken wirklich im Zaum. Salat ernte ich seit ca. 14 Tagen, Lauchzwiebeln und Kräuter auch und Walderdbeeren, gross und gut… Ich hoffe, Euch geht es auch gut und Dein Garten wächst und gedeiht.
    Alles Gute wünscht Euch herzlich Anne