Archiv der Kategorie Alpgeschichten

29. Juli 2013, von Corina

Was alles passieren kann

 

 

Unser Alpsommer auf Findels verläuft immer noch bestens. Was mich besonders freut, unsere Lady’s sind bei guter Gesundheit. Hoffen wir, dass es auch so bleiben wird. Auf einer Alp kann sehr vieles mit den Kühen passieren. Verletzungen, Abstürze, Krankheiten ect. können den Alltag für Mensch und Tier drastisch erschweren.

 

 

Wie gesagt, diesen Sommer läuft bisher halles sehr gut, doch letzten Sommer war das ganz anders…um euch einen Einblick zu geben, was alles passieren kann, erzähle ich euch also von unseren Erfahrungen des Alpsommers 2012.

 

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25. Juli 2013, von Edith

Ein Alpkäse entsteht

Um 4.30 Uhr ist bei uns Tagwache. Sonja holt die Kühe von der Nachtweide, und Päddy bereitet die Käserei vor.

im Salzbad

 

 

 

 

 

Die Käselaibe von vorgestern  müssen aus dem Salzbad geholt werden und die von gestern werden ausgepackt und ins Bad eingeschichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Milch im Käsekessi

Danach rahmt Patrick die Abendmilch ab und lässt sie ins Käsekessi laufen.

 

Die Morgenmilch wird direkt ins Kessi gemolken.

 

Nun wird die Milch aufgewärmt und um ca. 7.45h die Kultur beigegeben.

 

 

 

 

 

 

 

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23. Juli 2013, von Corina

Vollmondnacht

Es ist vier Uhr morgens. In der Käserei schepperts, Reto putzt wohl noch die restlichen Käseformen. Ich ziehe eine Jacke über, gehe in den Kuhstall, öffne die beiden Fronttore und knipse den Aussenscheinwerfer an. Der Wind weht leicht. Von unserem Vorplatz blicke ich hinunter nach Pfäfers, nur wenige Lichter brennen. Das ganze Tal scheint noch zu schlafen. Der Mond steht hoch über dem Calandagebirge, voll und rund. Die Gebirgszüge zeichnen sich silbern gegenüber dem dunklen Himmel ab. Ich sehe den grossen Waagen oder ist es der kleine? Schon wieder vergessen.

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20. Juli 2013, von Corina

Simon und Bastian

Wer uns sagt, die heutige Jugend sei faul und wisse nicht, was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen, dem können wir nur widersprechen.

Schon zum zweiten Mal verbrachten Simon und Bastian einige Wochen ihrer Sommerferien bei uns auf Findels (vorher haben wir die beiden nicht gekannt). Die beiden waren uns eine grosse Hilfe. Während sie im letzten Jahr noch scheu und zurückhaltend waren, herrschte diesen Sommer eine heitere, aufgeweckte Stimmung und auch der eine oder andere faule Spruch machte die Runde.

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18. Juli 2013, von Anne

Alp-Alltag

Sonnenaufgang überm Pragelpass

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

 

Schon wieder sind vierzehn Tage vergangen – wo bleibt nur die Zeit? An der wachsenden Zahl der jungen Käselaibe kann ich sehen, dass auch dieser Alpsommer unaufhaltsam voranschreitet.  Und auch der Sonnenstand bei Sonnenaufgang verrät mir, dass bald die Hälfte der Alpzeit herum ist. Heute morgen ging die Sonne ein Stück rechts von der Pragepasshöhe auf – Anfang Alpzeit erscheint sie weit links davon entfernt und wandert im Laufe des Sommers von Morgen zu Morgen ein Stück weiter nach rechts, um irgendwann hinter der Twärenen zu verschwinden und später aufzugehen. Dann beginnen Markus und ich unser Tagwerk im Dunkeln. Doch bis dahin sind es noch einige Wochen und zur Zeit geht die Sonne auf, wenn ich in der Käserei beginne.

 

Wir sind zu Dritt

Derzeit haben wir eine sehr komfortable Situation – wir arbeiten seit Anfang Juli zu Dritt auf der Rotmatt. Diesen Monat hilft uns ein Praktikant, Lorand aus Siebenbürgen (Rumänien), der im Rahmen eines schweizerischen Landwirtschafts-Hilfsprojektes bei uns lernen will, wie Alpwirtschaft und Käsemachen funktionieren, um dann sein Wissen bei sich zu Hause einzusetzen und als Multiplikator zu agieren. Und weil Lorand auch melken lernt, habe ich melkfrei und kann morgens etwas länger schlafen – juchhu! Seit einer Woche unterstützt mich Lorand tatkräftig in der Käserei und übernimmt zunehmend mehr Fabrikationsschritte – ich werde wohl noch arbeitslos… Im Ernst, es ist gar nicht so einfach, einem anderen in so kurzer Zeit möglichst viel von dem beizubringen, was für guten Käse wichtig ist, noch dazu jemandem, für den Deutsch eine Fremdsprache ist. Aber wir machen gute Fortschritte und ich hoffe, Lorand kann eine Menge Wissen mitnehmen.

 

Heuen und Güllnen

Ansonsten haben wir das sonnige Wetter zum Heuen genutzt und alle Flächen auf der Alp, auf denen Heu gemacht wird, sind nun sauber gemäht, leer gerecht und das Heu trocken eingebracht. Wie das duftet! Es ist zwar eine ziemliche Schufterei (und nicht meine Lieblingsarbeit), aber wenn ich den vollen Heuschober sehe und im Winter die Fresslust unserer Kühe beobachten kann, dann freue ich mich auch und die schweisstreibende Arbeit ist vergessen.

Nach dem Heuen kommt das Güllnen – auf die Weiden, die von den Kühen abgefressen und die Flächen, die geheut wurden, wird bei entsprechender Witterung (nicht zu sonnig, Aussicht auf Regen – die Gülle soll erst antrocknen und die Nährstoffe später zu den Wurzeln gespült werden) Hofdünger ausgebracht. Dem geht ein Schwerarbeit voraus – der reife, nasse, schwere Mist muss Gabel für Gabel in der Güllegrube versenkt werden, wo er mittels Rührwerk mit der Jauche vermengt wird. Eine wahre Männerarbeit…

 

Weidepflege

Neben Heuen und Güllnen gibt uns auch die

Unsere Damen im jungen Gras

Weidepflege viel Arbeit, denn auf den Weiden wachsen nicht nur Milchkräuter, Gräser und Blumen, sondern auch Disteln, Farn, Blacken (Ampfer) und Alpenkreuzkraut. Und wenn wir diese nicht in Schach halten würden (mechanische und chemische Bekämpfung), hätten unsere Kühe irgendwann nichts mehr zu fressen, dass Kessi wäre leer und die Rotmatt würde verganden. Und weil wir das nicht wollen, bearbeiten wir im Laufe des Sommers hektarweise Weide: Disteln ausreissen, Farn abschneiden, Blacken und Kreuzkraut spritzen.

 

Zum Heuen, Güllnen und Weidepflegen kommen viele fleissige Helfer aus dem Tal auf die Rotmatt, ohne die all das gar nicht zu schaffen wäre. Herzlichen Dank an Euch alle!

 

Der Wetterbericht hat heute weitere sonnige Sommertage verkündet. Schön für meinen Garten, schlecht für den Käsekeller. Unser Naturkeller wärmt sich wie alles um ihn herum zunehmend auf. Noch ist der kritische Wert für die Käse nicht erreicht und ich versuche, die Nachtkühle zu nutzen, um die Kellertemperatur zu senken. Hoffentlich hilfts!

 

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.

 

Herzliche Grüsse von

 

Anne

 

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