16. August 2013, von Corina

Die Ruhe kehrt ein

Nachwuchssenn Fabio beim Buttern

 

 

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Der letzte Ferienjunge, Mathias, kehrt nach Hause zurück. Und auch unsere Tage hier auf der Alp Findels werden immer weniger. Seit Anfang August käsen wir nur noch jeden zweiten Tag, für mehr reicht die Milch nicht mehr. Auf der Galtweide wird die Kuhherde immer grösser und im Stall stehen immer weniger Lady’s zum Melken.

 

 

 

Endlich schlafen

Unsere Helfer/Gäste beim Käsebrettli waschen

Von Anfang Juli bis letzte Woche hatten wir JEDEN Tag Gäste bei uns, für den Käseverkauf natürlich super, doch für unser Schlafmanko… Als dann endlich nach den grossen Ferien ein Nebeltag folgte, konnten wir unser Glück kaum fassen. Endlich können wir am Nachmittag mit gutem Gewissen ins Bett schlüpfen und die Augen schliessen. Doch zu früh gefreut. Natürlich kündigte sich noch ein Bestösser an, er möchte Käse abholen. 2 Tage später herrscht wieder dicker Nebel. Gott sei dank kennen unsere Lady’s den Heimweg so gut, sonst hätte ich morgens um 4 wirklich Mühe. Wir mussten nicht käsen an diesem Tag. So erledigten wir unsere Arbeit und kaum waren unsere Lady’s auf der Weide, der Stall gereinigt, das Frühstück gegessen und der Käse geschmiert, legten wir uns aufs Ohr. Bis Mittags schliefen wir, kurz haben wir was verspiessen und uns gleich wieder bis 15.00 Uhr hingelegt. Das tat so richtig gut und war Erholung pur für Körper und Kopf.

 

Das Futter einteilen

Bei Morgenrot gehts ab auf die Weide

Der sonnige Sommer hat leider auch Schattenseiten. Die Niederschläge bei uns waren wirklich sehr spärlich seit der Schönwetterperiode. Dies hat zur Folge, dass das Gras kaum oder gar nicht nachgewachsen ist. Nun haben wir alle Weiden einmal mit unseren Lady’s abgegrast. Jetzt zupfen unsere Vierbeiner noch zusammen, was noch da ist, doch das ist nicht mehr viel. Sie müssen noch nicht hungern, so schlimm ist es nicht. Doch wir müssen die Weiden, die uns noch bleiben, gut einteilen, um bis zum Schluss Futter auf den Wiesen zu haben.

 

Alpabfahrt

Ich glaube, es liegt im Älplerblut, dass ab Anfang/Mitte August hauptsächlich ein Thema diskutiert wird: unsere Alpabfahrt! Das Datum steht fest, jetzt müssen Helfer, Blumen, Helfer, Festwirtschaft, Helfer, Halftern und und und organisiert werden. Es kitzelt schon ein wenig und die schönen Erinnerungen an die letzte Alpabfahrt werden wieder und wieder erzählt.

 

Slow down

Stift und Chef holen zusammen den Käse aus dem Kessi

Unseren Stift Regula konnten wir noch nicht vertreiben ;-) sie ist eine echte Unterstützung ob im Stall, in der Käserei oder im Haus. Durch sie und die wachsende Zahl an Galtkühen kommen wir etwas zur Ruhe und ab nächster Woche dürfen wir morgens bis 4.00 Uhr ausschlafen, soooo schön! Teilweise räumen wir Zäune schon zusammen oder verrichten sonst Aufräumarbeiten. Wer weiss, vielleicht schaffen wir es dieses Jahr noch, unsere Nachbarn, die Alp Ladils, Alp Calvina und den Heubödeli Sepp zu besuchen.

 

 

Langsam aber sicher haben wir jetzt etwas mehr Zeit und nehmen es gemütlich, so, wie es auf der Alp eben sein soll.

 

Jeden zweiten Tag ein volles Kessi, einfach eine Augenweide

Der Käsekeller füllt sich und unsere Köstlichkeiten reifen in Ruhe vor sich hin

 

 

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