23. Oktober 2013, von Edith

Sarganserländer Alpsegen

 

Ave Maria  Ave Maria  Ave Maria!

 

Bhüet s Gott und üser lieb Herr Jesus Chrischt,

Lyb, Ehr, Haab und Guet und alles, was hier umen ischt.

 

Bhüet s Gott und der lieb heilig Sant Jöüri,

der wohl hier uufwachi und höüri.

 

Bhüet s Gott und der lieb Sant Maarti,

der wohl hier uufwachi und waarti.

 

Bhüet s Gott und der lieb Sant Gall

mit sine Gottesheilige all.

 

 

Bhüet s Gott und der lieb heilig Sant Peiter.

Sant Peiter, nümm dy Schlüssel wohl in dyni rächti Hand

und bschlüss wohl uf dem Bären synen Gang,

 

dem Wolf der Zahn, dem Luchs der Chräuel,

dem Rappen der Schnabel, dem Wurm der Schweif,

dem Stei der Sprung.

 

Bhüet üs Gott vor solch böüser Stund.

 

Bhüet Gott alles hier in üserem Ring,

und die lieb Mueter Gottes mit ihrem Chind.

 

Bhüet Gott alles hier in üserem Taal,

allhier und überall.

 

Bhüet s Gott, und das walti Gott und das tüe der lieb Gott!

 

Ave Maria   Ave Maria    Ave Maria!

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22. Oktober 2013, von Edith

Wir sagen ” tschüss “…….

Hans und Edith mit Denise, Frowin, Nadine, Claudia und Simone

Liebe Leserinnen und Leser,

 

nun ist er wirklich vorbei, unser erster Sommer auf der Alp. Mit vielen Eindrücken gehen wir in den Herbst und Winter.

Den Sommer in Sätzen zu beschreiben fällt mir schwer, denn es würde den Rahmen dieses Berichtes schlichtweg sprengen. Daher versuche ich es nur mit ein paar  Adjektiven: schön, herausfordernd, lustig, neu, sonnig, temperamentvoll, erfüllend, farbenreich, vielversprechend,begegnungsreich, freundschaftlich, arbeitsintensiv, gemütlich, weitläufig und vieles mehr…….. und zwischendurch ganz kurz auch mal traurig.

 

 

 

Ich bedanke mich bei allen, die uns hier auf dem Blogg oder auf der Alp begleitet haben, bei uns einen Besuch machten oder ihre Ferientage genossen und sage tschüss und bis bald…….. auf der Alp Schrina.

 

                    Eure Edith

 

zum Abschliessen dieser Blogg-Saison werde ich Euch in meinem allerletzten Bericht den Sarganserländer Alpsegen

weitergeben.

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07. Oktober 2013, von Edith

Herbstzeit

schöne Herbsttage, toll zum Wandern

Seit gut 3 Wochen sind wir mit den Tieren wieder zu hause und in dieser Zeit sind  bereits 6 Kälbchen zur Welt gekommen. Unsere Kühe und Rinder haben sich wieder an den Rhythmus daheim gewöhnt und geniessen die noch kürzeren Wege zu den Weiden.

 

Die Putz- und Aufräumarbeiten in der Käserei wie auch im Stall und auf den Weiden sind erledigt und nur anhand des blasser werdenden Grüns der Wiesen lässt sich auf dem Foto der Herbst erkennen.

 

 

Bisher hatten wir noch keinen Kälteeinbruch, der das Laub zum verfärben bringt. — In der nächsten Woche soll es allerdings auf unter 1000m schneien.

 

An der Olma-Alpkäseprämierung hat’s leider nicht für einen der vorderen Plätze gereicht, aber bei rund 160 angemeldeten Käse ist die Vielfalt enorm und ich bin froh, da nicht entscheiden zu müssen.

 

Auch an der Alpkäseprämierung in den Flumserbergen waren wir vertreten und haben zusammen mit unserer Nachbaralp Schwaldis einen Marktstand betrieben.

Sonja und Päddy waren zusammen mit Sandra der Käserin von Schwaldis am Stand und übernahmen den Verkauf. Mein Mann und ich bewirteten währenddessen auf der Schrina  eine Wandergruppe die bei uns übernachtet hatte und bereiteten den Apéro für den Kappell-Gottesdienst am Walenstadtberg vor, der ebenfalls am gleichen Tag statt fand.

unten grau und oben blau

 

Überrascht sind wir, wieviele Menschen bei schönem Wetter hier im Gebiet die Sonne geniessen, wandern  und bei uns Halt machen.

 

Fast jeder nimmt noch ein Stück Schriner Alpkäse mit, was uns besonders freut.

 

 

 

Einen grossen Teil des Käses haben wir bereits zu Hause im Käsekeller eingelagert und so langsam haben sich meine Oberarme wieder an die Arbeit im Käsekeller bei der Pflege gewöhnt. Anfangs empfinde ich die Käsebretter jeweils als  “unheimlich” schwer, doch nach etwa 1-2 Wochen fühle ich mich schon fast wie Popey und es geht mir relativ leicht von der Hand.

 

Ich hoffe jetzt, dass wir  in den nächsten 3 Wochen noch etwas schönes Wetter haben, einerseits zum Wirten, andererseits steht mir noch der “Hüttenzauber” vom Herbst bevor. Das Massenlager muss noch eingewintert werden und unser Sommerquartier braucht auch noch einen Reinigungsdurchgang. Aber ich hab ja noch gaaanze 23 Tage Zeit dafür…………   Ende Oktober werden wir bis zum nächsten Frühling die Pforten entglültig schliessen.

toller Ausguck

 

 

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19. September 2013, von Edith

Alpabfahrt

erster Schnee

Am Dienstag, 17. Sept.  war es soweit und wir zogen mit unseren Tieren heimwärts.

Der erste Schnee in den oberen Weiden und die kalten Temperaturen begeisterten uns wenig.

Das Lied  “  Time to say good by ” fällt mir ein und trifft es genau.

 

Am Montag haben meine treuen Helferinnen und ich die Tschäppel, Stirntäfeli und Bauchgurten gemacht. Höllisch viel,…… aber eine wahnsinnig schöne und kreative Arbeit.

 

 

Marianne H.

Marianne S., Yvonne und Ruth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tschäppel in Produktion

 

die fertigen Bauchgurten

 IMPRESSIONEN DER ALPABFAHRT 

 

 

 

geschmückt geht’s runter nach Walenstadt. Dank unseren vielen Helfern eine relativ ruhige und entspannte Sache.

unterhalb der Klinik Walenstadtberg

mit dem Jungvieh

 

 

da wir vermuteten, dass unsere Rinder zügiger als die Kühe unterwegs sein werden, sind wir mit dem Jungvieh  etwas später abge-

laufen und konnten  wenig oberhalb von Walenstdtberg zu den

” Grossen ” aufschliessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

nach 2 Stunden Ankunft in Walenstadt

 

 

ohne grössere Zwischenfälle sind wir in Walenstadt angekommen.

 

 

 

 

 

bei Familie Eberle durften wir unsere Kühe in die Weide lassen, bis die Lastwagen kamen.

 

Ein grosses Dankeschön dafür!

 

 

 

Sortieren für die verschiedenen Transporte

 

 

 

Hans nimmt die letzten Schellen aus dem Wagen

Rosmarie und Jannik helfen beim “Abschellnen” und sortieren der Kühe und Rinder.

 

 

 

……. und ab nach Hause via Sargans, St.Margrethen nach Wolfhalden.

 

Ankunft zu Hause

Wieder daheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten Tage sind auf der Alp noch mit Aufräumen, putzen der Ställe und Zaun abbrechen ausgefüllt.

 

Patrick und Sonja werden noch bis Ende Woche bei uns auf der Schrina sein und danach endet ihr erster Alpsommer.

 

Für mich und meine Familie ist noch nicht ganz Schluss, wir werden an den Schönwetter-Wochenenden bis ca. Ende Oktober noch oben sein und unser Beizli führen.

 

Allen unseren Helfern möchte ich auch auf diesem Weg herzlich danken, ohne sie wäre eine Alpabfahrt in diesem Stil nicht möglich gewesen!

 

Ich bin froh, sind wir alle heil und munter ins Tal und nach Hause gekommen. Nun  gehe ich  Sportsalbe einkaufen und pflege meinen Muskelkater !!!

 

 

 

 

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02. September 2013, von Edith

Endspurt Sommer 2013

Melkzeit

 

Und schon sind wir in den letzten 2 Wochen der Alpsaison angekommen. 

 

Am Morgen melken, danach jeden zweiten Tag käsen und an den Tagen dazwischen haben wir Zeit für andere Arbeiten.

Holz richten

 

So muss zum Beispiel Holz für den nächsten Sommer gespaltet werden, oder die Zäune im Obersäss können bereits abgebrochen und verräumt werden.

 

                                  

mit den Rindern auf dem Rückweg

 

 

 

 

 

 

 

In der letzten Woche haben Hans und Sonja die restlichen Rinder vom Obersäss auf den Rückweg geschickt, das heisst, so langsam “fressen” sich unsere Jungtiere von den oberen Weiden wieder zu den unteren vor.

 

 

 

Natürlich ist nun auch die Alpabfahrt ein Thema.

Wie bei der Auffahrt entscheidet das Wetter der nächsten Tage, wie lange unser Alpsommer noch dauert.

Wie wir unsere Alpabfahrt gestalten, stand  für uns schon immer fest, —- nach oberländer oder innerschweizer Art mit den schwarzen Treicheln und Tschäppeln .

Kuh mit Tschäppel

 

 

Obwohl wir im Appenzellerland daheim sind, sind wir immer in diesem Stil an die Gemeinde- Viehschau gefahren und nicht wie man vermuten könnte , mit einem Senntum.

Dazu kam es, weil wir vor vielen Jahren unsere ersten Alpkühe auf der Alp Ladils bei Vättis sömmerten und dort die Alpabfahrt auf diese Art miterleben durften.

 

Voraussichtlich findet unsere Alpabfahrt am Dienstagdem 17. September statt.

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